[Rezension] Milena Agus - Die Frau im Mond

Inhalt:

Eine Enkelin, die das Leben ihrer Grossmutter schildert. Eine junge Frau auf der Suche nach Liebe und die Hingabe ihres Sohnes an die Musik...

Meine Meinung:

Es ist lange her, seit ich ein Buch von Milena Agus gelesen habe. Ich glaube, damals gefiel es mir ganz gut. Aber unterdessen bin ich ein paar Jahre älter, etwas kritischer und denke zumindest, dass ich meinen Geschmack einschätzen kann.
Ich hätte mich gerne überraschen lassen von diesem Buch, aber schlussendlich war es genau das, was ich insgeheim schon befürchtet hatte: Ziemlich langweilig. Und ausserdem recht kitschig.

Wer Familiengeschichten mag, dem mag seinen Spass gegönnt sein. Aber ich habe das Gefühl, einfach nicht zur Zielgruppe dieses Buches zu gehören. Deshalb weiss ich auch nicht so wirklich, was ich mit "Die Frau im Mond" anfangen soll. Weder der Inhalt, noch die Sprache konnten mich überzeugen.

Natürlich möchte Agus mit ihren Schilderungen Emotionen wecken, aber bis zu mir drangen diese nicht durch. Wahrscheinlich, weil ich einfach keiner jener Leser bin, die dafür empfänglich sind. Ich greife lieber zu "moderner" Literatur.

Ausserdem frage ich mich, wieso sich jeder Autor verpflichtet fühlt, das Leben seiner Grossmutter publik zu machen. Ich habe meine Grossmutter auch sehr lieb gehabt, fühle mich aber in keinster Weise dazu verpflichtet, ein Buch über ihr Leben zu schreiben...

Fazit:

Wer's mag, der soll's geniessen. Für mich nichts und um Milena Agus werde ich von nun an einen eher grösseren Bogen schlagen.


Milena Agus
Die Frau im Mond
TB, 2012
DTV

978-3-423-25337-6

Aus dem Italienischen von Monika Köpfer
Originalausgabe: Mal di pietre
nottetempo, Rom 2006

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