[Rezension] Simon Beckett - Kalte Asche

Inhalt:

Eigentlich hatten David Hunters Pläne anders ausgesehen, als auf einer kleinen Insel die Überreste einer verbrannten Leiche zu untersuchen. Dennoch stellt Hunter rasch fest, dass es sich hier sehr wahrscheinlich um Mord handelt. Doch die Polizei kann nicht einschreiten, also kümmern sich Hunter, ein pensionierter Ermittler und die Dorfpolizei selber um die Sache...

Meine Meinung:

"Kalte Asche" war mein erster Buch von Simon Beckett und hätte mir nicht eine liebe Kollegin das Buch geschenkt (da sie es versehentlich doppelt gekauft hat), wäre ich nie auf die Idee gekommen, dass mir die Bücher von Beckett gefallen könnten. Wer aber meine Monatsstatistik gesehen hat, der weiss, dass ich im Mai gleich zwei Bücher von Simon Beckett gelesen habe.

Und weiter geht es im Jahr der Bücherüberraschungen!

"Kalte Asche" ist Band zwei der Serie um David Hunter und auch wenn ich nicht alle Zusammenhänge aus dem ersten Buch kenne, hat mich das nicht gestört. Man kann diesen Band ohne Vorwissen lesen und es fehlt nichts.

Beckett legt mit diesem Werk einen Krimi vor, wie ich ihn mag. Ich war überrascht, einen sehr traditionell aufgebauten Kriminalroman vor mir zu haben. Was ich so über Beckett gehört habe, ging in Richtung blutspritzender Thriller. Aber bis auf ein paar Details, die David Hunter uns präsentiert, ist die Handlung recht unblutig. Was ich im Übrigen sehr in Ordnung finde - Effekthascherei durch das Beschreiben möglichst grausiger Taten finde ich übertrieben.

Was mir persönlich wohl am meisten gefallen hat, war das Rätselraten. Genau deshalb greife ich ab und zu gerne zu einem Krimi. Selber kombinieren, sich überlegen, wer ein Motiv hat und sich freuen, wenn man schlussendlich richtig lag. Bücher, in denen der Täter ebenfalls zu Worte kommt, sind zwar auch spannend, aber mir fehlt dann immer etwas. Mein innerer Detektiv erfreute sich also sehr an "Kalte Asche" und ging sofort ans Werk. Und so falsch lag ich schlussendlich auch gar nicht :)

David Hunter ist eine sehr angenehme Hauptfigur. Ich könnte mir gut vorstellen, ihn auch im echten Leben zu begegnen. Er ist kein Übermensch, aber auch kein typischer Absturz-Ermittler. Die Erlebnisse auf Runa berichtet er aus seiner Sicht und das durch und durch spannend. Auf dieser Insel will einfach keine Ruhe einkehren!

Zum Schluss serviert Beckett dem Leser übrigens noch eine kleine Überraschung. Etwas, womit ich gar nicht mehr gerechnet hätte. Ich liebe solche Wendungen und war ich nicht schon zuvor durch und durch von "Kalte Asche" begeistert, so wäre ich es spätestens dann gewesen.

Fazit:

Eine weitere positive Überraschung und ein Krimi, wie ich ihn mag. Eine Insel und der Mörder muss jemand sein, der dort herumläuft. Wir müssen ihn also kennen. Eine klassische Kriminalgeschichte in einem frischen, neuen Gewand, erzählt aus der Sicht eines Anthropologen, gespickt mit interessanten Fakten über den menschlichen Körper.

Mehr davon bitte. Danke.


Simon Beckett
Kalte Asche
TB, 1. Auflage 2014
Lizenzausgabe Bild am Sonntag
Rowohlt

978-3-942656-86-3

Aus dem Englischen von Andree Hesse
Originalausgabe: Written in Bone
Bantam Press, London 2007

Kommentare

  1. Hallo Jari,

    ja, David Hunter mag ich ebenfalls. Und du beschreibst es schon richtig, er ist so "normal" - das mag ich auch.

    Schön rezensiert!

    Liebe Grüße,
    Nicole

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    Antworten
    1. Hallo Nicole,

      Danke für deinen lieben Kommentar :) Schön, dass es dir auch so geht wir mir. Ich freue mich auch schon auf die nächsten Bücher mit David Hunter.

      Liebe Grüsse,
      Jari

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