[Rezension] Andrea Schacht - Der Ring der Jägerin

Rückentext:
"Katharina Leyden ist eine realistische junge Frau, die gegen alles Übernatürliche eine Abneigung hegt. Als sie eines Abends von einer Katze besucht wird, die zu ihr spricht und ihr von einem geheimnisvollen Buch erzählt, das angeblich eine Vorfahrin Katharinas geschrieben haben soll, zweifelt sie daher zunächst an ihrem Verstand. Doch bald ist ihre Neugier geweckt, und sie beginnt, sich mit dem Leben jener mysteriösen Katharina vom Walde zu beschäftigen..."

Rezension zu Band 2 "Jägermond: Die Tochter des Spinx"

Andrea Schachts "Der Ring der Jägerin" ist die Vorgeschichte zur Jägermond-Reihe. Jedoch kann man das Buch auch einzeln lesen oder vor oder nach "Jägermond". Diesbezüglich steht das Buch sehr gut für sich, man muss also keinerlei Vorwissen haben. Ich bin froh, mit diesem Titel nun Schachts Reihe um Trefélin abzuschliessen - auch wenn es natürlich etwas weh tut, zu wissen, dass ich nun alle Bücher durch habe.

Wer die ursprüngliche Serie kennt, der wird mit Katharina eine völlig neue Hauptperson kennenlernen. Denn vor allem zu Beginn ist sie (im Gegensatz zu Felina) ganz und gar nicht begeistert davon, dass plötzlich eine Katze in ihrem Leben bzw. ihren Vorhängen auftaucht. Aber genau diese Beziehung macht das Buch so speziell. Katharina muss sich erst an Katze Minni gewöhnen und ihre Dialoge sind fetzig und äusserst frech. Wenn ein Nicht-Katzenmensch langsam zu einer Crazy Cat Lady mutiert, muss die Katze allerhand gute Arbeit leisten.

Leider hat die Geschichte zwischen Seite 100 und 200 einen leichten Hänger. An dieser Stelle driftet das Buch zu sehr in Richtung Frauenroman ab, wobei dies natürlich nicht böse gemeint ist. Katharina muss die Aufträge des Buches befolgen, bevor sie es nutzen kann, was an für sich natürlich interessant ist. Jedoch geht es dann plötzlich hauptsächlich um Männer, Klamotten und darum, dass Kathy von einer Minute auf die andere tonnenweise neue Talente entdeckt. Hier geht für mich alles etwas zu schnell und verliert ein wenig den Fokus.

Doch kaum tritt unsere Heldin ihre Reise ins Reich der Katzen an, ist alles wieder im Lot. Ich war so glücklich, selber wieder nach Trefélin reisen zu dürfen, dass ich beinahe auch das Gefühl hatte, dort zu sein. Mir als Katzenfreund gefällt der Gedanke, dass es ein Reich mit einer hochentwickelten Katzenkultur gibt, die uns einiges voraus hat.

Schachts Schreibstil ist gewohnt flüssig und leicht zu lesen. Die Seiten fliegen dahin und plötzlich hat man das Buch durch. Die oben erwähnte Passage ausgenommen fühlte ich mich von "Der Ring der Jägerin" stets gut unterhalten und bin somit rundum zufrieden mit dem Abschluss einer meiner Lieblingsreihen.

Wer sich mal an Trefélin wagen möchte, ohne gleich wieder eine Trilogie lesen zu müssen, für den ist dieses Buch ein guter Einstieg. Fans der Originalreihe sollten sich auch dieses Prequel nicht entgehen lassen und wer neugierig auf ist eine Katzengeschichte der besonderen Art kann ruhig zu Andrea Schacht greifen.

Ich würd's wieder tun!


Andrea Schacht
Der Ring der Jägerin
TB, 1. Auflage 2012
Blanvalet

978-3-442-37783-1

Ich danke dem Blanvalet Verlag und dem Bloggerportal herzlich für die Bereitsstellung des Leseexemplares!

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