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Es werden Posts vom Februar, 2018 angezeigt.

[Rezension] Niccolò Machiavelli - Die Alraune

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Man kennt Machiavalli als den Autor des Buches Il Principe, der viel gelesenen, oft kommentierten und noch viel häufiger kritisierten politische Abhandlung. Dass derselbe Autor, dem man die Erfindung des Machiavellismus zuschreibt, auch eine Komödie verfasst hat, ist weit weniger bekannt.
"Die Alraune" ist ein Schauspiel, in dem viele Elemente der Commedia dell‘Arte eingehen. Der geizige Alte, der junge Liebhaber, den freche Diener und der intrigierende Schmarotzer sind bekannte Figuren und haben ihre Vorbilder in den hergebrachten Charakteren. Und dennoch ist das Stück einzigartig. Die Menschenkenntnis, die sich Machiavelli als Diplomat und als Reisender erworben hat, verwandelt die Typen der Commedia dell‘Arte in Menschen aus Fleisch und Blut. In dem Verlauf der Intrige und in dem Willen der Handelnden, ihre Ziele zu erreichen, sieht man den Fürsten aus Machiavellis politischen Schriften am Werk. Dass es sich um ein Liebesabenteuer und nicht um eine kriegerisc…

[Rezension] Clemens Blaim - Unverwüstlich

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Aaron ist eigentlich ein ganz normaler Junge, aber die Menschen haben ihn nie so gesehen. Seit seiner Geburt sitzt er im Rollstuhl und die Krankheit, an der er leidet, droht ihn allmählich umzubringen. Doch ein glücklicher Zufall rettet Aaron nicht nur das Leben, sondern verleiht ihm auch noch Superkräfte, die ihn von seiner Behinderung befreien. Unterstützung erhält er von der außerirdischen Kriegerin Milena, die als Flüchtling auf der Erde lebt und eine persönliche Bindung zu Aarons neuen Kräften hat. Gemeinsam fliehen sie vor einer hinterhältigen Verschwörung, in dessen Visier der Junge gerät. All das zwingt Aaron zu lernen, was für eine Art Mensch er wirklich ist: Held oder Feigling?
Meine Meinung: Es war der Autor Clemens Blaim, der an mich herantrat und anfragte, ob ich sein Buch lesen möchte. Selbstverständlich wollte ich, denn nicht nur klang der Inhalt vielversprechend, sondern aus war auch die Biographie Blaims, die mich für "Unverwüstlich" einnahm.
Scho…

[Rezension] Michel Cymes - Hippokrates in der Hölle

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Nur zum Nutzen und nicht zum Schaden des Kranken soll jeder Arzt handeln, heißt es im Eid des Hippokrates. Doch der NS-Staat kannte eine Medizin ohne Menschlichkeit. Mord, Folter, Zwangssterilisationen, Menschenversuche - das Grauen, das Ärzte über ihre Opfer brachten, ist unvorstellbar. Wie konnte es dazu kommen? Das fragt der Medizinjournalist Michel Cymes, der selbst Arzt ist und der seine beiden Großväter in Auschwitz verlor. Er folgt den Lebenswegen von bekannten und weniger bekannten NS-Ärzten wie Aribert Heim, Herta Oberheuser oder Josef Mengele. Cymes berichtet von Motiven und Taten, von Geltungssucht und Habgier, von Skrupellosigkeit und Lügen. Sein Buch, das in Frankreich zum Bestseller wurde, ist mehr als eine persönliche Abrechnung, es enthüllt, wie Ärzte alle Moral über Bord werfen konnten. Und es löste einen Skandal aus. Aufgrund seiner Hinweise wurden im Juli 2015 Leichenteile aus den Experimenten des Rasseforschers Hirt an der Universität Straßburg gefunden…

[Rezension] Lucy Maud Montgomery - Anne auf den Green Gables

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Die kleine Anne aus dem Waisenhaus ist begeistert von ihrem neuen Leben auf der Farm Green Gables. Weniger begeistert sind anfangs ihre Adoptiveltern, denn das schmale Wesen mit den roten Zöpfen hat eine überreiche Fantasie und einen ganz eigenen Kopf - was manche Mitmenschen verstört und andere zunehmend fasziniert. Bald hat dieses Kind die Welt um sich herum für immer verändert. - In Nordamerika wird der bezaubernde Mädchenbuch-Klassiker heiss geliebt. Die schlagfertige Anne war das erklärte Vorbild für Pippi Langstrumpf und entfaltet in dieser Neuübersetzung ihren ganzen Witz und Charme.
Meine Meinung: Dieses Kinderbuch habe ich eigentlich nur deswegen gelesen, weil es für verschiedene Challenges zählt. Ohne diese wäre ich kaum auf die Idee gekommen, ein Buch mit diesem Titel zu lesen. Irgendwie klingt dieser in meinen Ohren viel zu kitschig, als dass mir die Lektüre gefallen könnte.
Für mich persönlich war das Buch auch eher nichts, aber ich kann verstehen, weshalb Anne…

[Rezension] Lin Yutang - Blatt im Sturm

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Der junge Poya ist von seiner Ehe enttäuscht und ernüchtert. Da lernt er Malin kennen und verliebt sich mehr und mehr in sie. Doch Malins Vergangenheit legt sich wie ein tiefer Schatten über die beiden und so kommt es, dass sie gemeinsam mit Poyas bestem Freund Lao-Peng Peking verlassen muss. Zusammen kämpft sich das ungleiche Paar durch das vom Krieg verwüstete China, doch Malin hat nur ein Ziel: wieder mit Poya vereint zu werden...
Meine Meinung: "Blatt im Sturm" ist ein Sequel zu den Peking-Büchern Yutang (Rezension zum ersten Teil), doch das wusste ich vor dem ersten Satz gar nicht. Ich dachte eigentlich, dass es ein eigenständiges Buch ist. Doch dann las ich den Namen Poya und schon war ich wieder mittendrin.

Dieser Titel lässt sich auch ohne Vorkenntnisse der anderen Bücher lesen, die Familienbeziehungen werden erklärt und für denjenigen, der die Peking-Bände kennt, warten ein paar schöne Überraschungen und man trifft wieder auf alte Bekannte. Aber im Gegens…

[Rezension] Goethe - Die Leiden des jungen Werther

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Dies ist die Geschichte der unglücklichen Liebe eines jungen Künstlers zu einer Frau, die schon einem anderen versprochen ist. Der Werther war wohl der erste europäische Bestseller der deutschen Literatur.

Meine Meinung:
Ich liebe Challenges. Weil sie genau das tun, was ihr Name sagt: herausfordern. Uns über den Tellerrand blicken lassen, uns neuen Herausforderungen stellen lassen. So war es auch die Read Harder-Challenge, die mir die Aufgabe stellte, ein Buch aus der Schule erneut zu lesen, das ich damals nicht mochte oder gar nicht gelesen hatte.

Echt, ich konnte Werther nicht ausstehen. Schon vom ersten Satz an ging er mir auf den Keks. Wirklich gelesen habe ich seine Briefe also nie, habe nur etwas durchgeblättert und das gelernt, was ich für die Prüfung wissen musste. Wir wissen ja, wie man sich so durchschlägt.

Danach zog ich meine persönliche Fehde gegen Werther weiter, er wurde zum Synonym für Kitsch und Klassiker, die man aufgezwungen bekommt.

Und genau diesen Wert…

[Rezension] Jan Assmann - Totale Religion

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Die weltweite Bedrohung durch religiös motivierten Terrorismus und Gewalt scheint größer zu sein als je zuvor. Kann es sein, dass das radikale Antlitz des Islamismus nicht so sehr die Eigenheit einer bestimmten Religion ist, sondern auf eine Gemeinsamkeit aller monotheistischen Varianten verweist? Der Ägyptologe und Kulturtheoretiker Jan Assmann geht dem möglichen Zusammenhang zwischen Gewaltbereitschaft und dem absoluten Wahrheitsanspruch der monotheistischen Religionen nach. Dabei geht es nicht um die Frage, ob der Monotheismus sich historisch mit Gewalt durchgesetzt hat, sondern erstens, warum er die Geschichte seiner Durchsetzung in den biblischen Texten in so brachialen Formen der Gewalt erinnert und dargestellt hat, und zweitens, unter welchen historischen Bedingungen diese Sprache der Gewalt in Taten umschlägt.
Meine Meinung:
Da ich in einer Buchhandlung mit katholischem Hintergrund arbeite, ist mir der Name Jan Assmann geläufig. Sein Werk "Exodus" gehört z…

[Neu im Regal] Alle Katzen an Bord!

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Gut Ding will Weile haben!

Es ist schon etwas her, seit ich den ersten Teil der Rotbartsaga in den Händen gehalten habe. Die Rezension zum Buch gehört leider zu jenen, die damals bei Blogigo bachab gegangen sind, was mich dazu bewogen hat, zu Blogger zu wechseln.
Auf jeden Fall ist jetzt endlich der nächste Teil da! Ich freue mich riesig und bin schon sehr gespannt, was dem Schiffskater so passieren wird.
Und ist es nicht einfach nur richtig schön gemacht? Ich beeile mich nun mit meiner anderen Lektüre, damit ich mich mit Rotbart auf Hohe See begeben kann (ich habe zwar Angst vor tiefen Gewässern, aber mit Rotbart an meiner Seite kann nichts passieren!)

[Rezension] Ingeborg Jacobs - Stanislaw Petrow

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„Ich bin kein Held, ich habe nur meinen Job gemacht.“, Stanislaw Petrow
26. September 1983: Um null Uhr fünfzehn meldet das Computersystem den höchstwahrscheinlichen Start einer amerikanischen Interkontinentalrakete. Oberstleutnant Stanislaw Petrow entscheidet als verantwortlicher Offizier mit seiner Einschätzung über die Frage nach einem atomaren Gegenschlag – und wird zum Mann, der die Welt rettete. 90 km südlich von Moskau tritt Oberstleutnant Stanislaw Petrow seinen Dienst als Leiter der Kommandozentrale der sowjetischen Satellitenüberwachung an. Es ist ein Arbeitstag wie jeder andere. Doch um null Uhr fünfzehn geht für Stanislaw Petrow die Hölle los: Viermal wird der Computer in den nächsten Minuten den Start einer amerikanischen Interkontinentalrakete melden. Und viermal bleibt Petrow bei seiner Einschätzung, es finde kein US-Atomangriff auf die Sowjetunion statt. 20 bis 25 Minuten benötigt eine amerikanische Rakete bis sie den sowjetischen Luftraum erreicht. Die Zei…

[Rezension] Robert A. Salvatore - Star Wars Episode II: Angriff der Klonkrieger

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10 Jahre sind vergangen, seit Anakin Skywalker in den Orden der Jedi aufgenommen wurde. Er ist erwachsen geworden und die Macht in ihm wird immer stärker. Seine Fähigkeiten werden auf die Probe gestellt, als Anakin und sein Jedi-Meister Obi-Wan Kenobi nach Coruscant gerufen werden, um Prinzessin Padmé Amidala nach einem Mordanschlag zu beschützen. Doch der Anschlag ist erst der Anfang, die dunkle Seite wird immer mächtiger und verschleiert den Blick der Jedi auf die Zukunft. Sie erkennen die Pläne und das doppelte Spiel des düsteren Darth Sidious nicht …  Die größte Weltraum-Saga aller Zeiten geht weiter!

Meine Meinung:
Vor einiger Zeit versuchte ich mich mal an einem Werk von Robert A. Salvatore. Leider war dies nicht wirklich so meins, als ich also sah, dass eines der offiziellen Kanon-Bücher aus seiner Feder stammt, war ich etwas verunsichert. Aber hey - es ist Star Wars! Was kann schon schief gehen?

Fazit: gar nichts!

Dieses Mal störte mich der eher schlichte Schreibsti…

[Rezension] Allkemper/Eke - Literaturwissenschaft

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Endlich: Eine Einführung in die Literaturwissenschaft, die allen Ansprüchen der neuen BA/MAStudiengänge entspricht. Geballtes Basiswissen, kompakt und dennoch leicht verständlich: - didaktisch aufgebaut - modular strukturiert - Literaturwissenschaft und Literaturgeschichte in einem Band.

Meine Meinung:
Dieses Buch widmet sich in erster Linie an Einsteiger in das Studium der Literaturwissenschaft (oder an verhinderte Studenten wie mich) und gibt einen groben Überblick darüber, was einem in diesem Fach erwarten wird.

Das Buch ist sehr didaktisch aufgebaut, sodass es beim Lernen äusserst hilfreich ist. Aufgebaut ist es in zwei Basismodule und diverse Aufbaumodule. Wichtige Worte sind fett gedruckt und am Ende jedes Kapitels warten eine Zusammenfassung, Testfragen (mit Antworten weiter hinten im Buch) und weiterführende Literatur. Der Aufbau ist logisch und übersichtlich, hilfreiche Merksätze in Boxen sammeln das Wichtigste in Kürze und Zitate unterschiedlicher Schriftsteller f…