[Rezension] Gaston Leroux - Das Phantom der Oper

Rückentext:
In den Kulissen der Pariser Oper geht ein Phantom um. Geschickt verbirgt es sich den Blicken der Menschen, und doch nimmt es Einfluss auf das Bühnengeschehen, denn dank seiner Hilfe wird die Sängerin Christine Daée zum Star des Ensembles. Als das abstoßend hässliche Phantom sich ihr offenbart, kommt erst ein großes Erschrecken und bald darauf die Liebe ins Spiel und löst eine komisch-turbulente Lawine von Ereignissen aus. Auf Leroux Roman gründet mit Andrew Lloyd Webbers 'Phantom der Oper' das erfolgreichste Musical der Welt.

Meine Meinung:
Ein weiterer Klassiker, den ich von meiner Liste streichen kann. Nur um ihn dann nie wieder zu lesen und mit einem leichten Schaudern an die Qual zurückzudenken, die mir das Lesen bereitet hat.

Zugegebenermassen ist diese Qual eine höchst persönliche. Wer kitschige und dramatische Liebesgeschichten mag, der kommt hier voll auf seine Kosten. Mir wurde ab dem ganzen Schmand ziemlich übel...

Die grundsätzliche Idee des Buches ist nicht einmal schlecht. Daraus hätte man eine tolle und mysteriöse Geschichte zimmern können (was all die Filme und Musicals schlussendlich auch getan haben), aber die schlussendliche Umsetzung Leroux' ist eher süsslicher Natur. Aber wahrscheinlich wird er damit den Nerv seiner Zeit getroffen haben.

Die Sprache selbst gefiel mir jedoch sehr gut, sie ist zwar blumig, aber dennoch passend und lässt sich leicht lesen. Auch kommt überall die Liebe zur Musik durch, ein sehr schönes Thema, auch wenn ich als völlig unmusikalischer Mensch diese Welt wohl nie ganz (be-)greifen werden kann.

Mehr kann ich zu diesem Werk leider nicht sagen, da ich mich vordergründig darauf konzentriert habe, das Buch irgendwie zu Ende zu bringen...


Gaston Leroux
Das Phantom der Oper
TB, 16. Auflage 1996
dtv

3-423-10953-X

Aus dem Französischen von Johannes Piron
Originalausgabe: Le phantôme de l'opéra, 1910

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